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Pressemeldungen

01.01.2019 - Nürnberg (bfn)

Silvesterbilanz der Feuerwehr Nürnberg zum Jahreswechsel 2018/2019

Der Jahreswechsel 2018/19 bescherte den Einsatzkräften von Feuerwehr und Rettungsdienst in Nürnberg erwartungsgemäß eine Vielzahl von Einsätzen.

Auch aus dem restlichen Leitstellengebiet (Städte Fürth und Erlangen sowie die Landkreise Nürnberger Land, Fürth und Erlangen-Höchstadt) gingen in der Silvesternacht in der Integrierten Leitstelle der Feuerwehr Nürnberg eine Vielzahl von Notrufen ein, die disponiert und von den Kräften vor Ort abgearbeitet werden mussten.

In der Zeit von 14:00 Uhr am 31.12.2018 bis 05:00 Uhr am 01.01.2019 mussten im Leitstellengebiet insgesamt 463 Einsätze abgearbeitet werden, 259 davon allein in der Stadt Nürnberg. In der Noris rückten die Wachen der Berufsfeuerwehr und Einheiten der freiwilligen Feuerwehren ab dem frühen Nachmittag zu 38 Einsatzstellen aus. Die Einsatzfrequenz steigerte sich kontinuierlich mit Einbruch der Dunkelheit.

Zum Einsatzgeschehen in Nürnberg bis Mitternacht:

Der erste silvesterrelevante Einsatz fand bereits gegen 14:30 h statt, als im Stadtteil Großreuth h.d. Veste in einer Gemeinschaftsunterkunft mutmaßlich ein Böller im Treppenraum die Brandmeldeanlage auslöste.
Gegen 19:00 h entwickelte sich in Muggenhof, ebenfalls mutmaßlich durch einen Feuerwerkskörper initiiert, ein Kleinbrand im Treppenabgang eines Gebäudekomplexes. Auch hier rief die automatische Brandmeldeanlage schnell die Feuerwehr herbei, welche den Entstehungsbrand im Keim erstickte.

In kurzem Abstand brannten ab 21:00 h an verschiedenen Orten im Stadtgebiet mehrere Müllcontainer, die von aufmerksamen Bürgern gemeldet wurden; Schwerpunkte der Meldungen waren bis Mitternacht der Grossraum Gartenstadt und Langwasser. Besondere Eile war geboten, als um 23:10 h eine Mülltonne vor einem Seniorenheim im Bezirk Schafhof in Brand geriet.

In Langwasser wurden gegen 22:20 h die Berufsfeuerwehr und die Freiwillige Feuerwehr Moorenbrunn ursprünglich zu einer unklaren Rauchentwicklung gerufen, welche sich als Reizgasfreisetzung entpuppte. Das betroffene Gebäude wurde unter schwerem Atemschutz kontrolliert und belüftet; eine Person wurde dem Rettungsdienst übergeben, der vorsorglich mit einem grösseren Aufgebot vor Ort war.
Ein grösserer Heckenbrand wurde um 23:20 h bewältigt.

Zum Einsatzgeschehen in Nürnberg ab Mitternacht:

Ab Mitternacht ging es 2 Stunden lang Schlag auf Schlag, so dass auch ein zusätzlicher Einsatzleitdienstbeamter und die Führungsspitze der Freiw. Feuerwehr einberufen wurden.
Besondere Ereignisse waren:
> Zimmerbrand; in der Humboldtstraße brannte es in einer Wohnung. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwache 3 konnte dieser Brand schnell gelöscht werden und eine Person dem Rettungsdienst übergeben werden.
> Balkonbrand, ebenfalls in der Humboldtstr. in Steinbühl
> Brennendes Baustellenmaterial im obersten Geschoss eines Rohbaus im Stadtteil hohe Marter. Über das Gerüst wurde der helle Flammenschein erkundet, über eine Drehleiter wurde mit einem Stosstrupp ein Löschangriff vorgenommen.
> Rettung einer absturzgefährdeten Person durch die Höhenrettungsgruppe am Hauptmarkt.
> Diverse Erkundungseinsätze an Gebäuden infolge von Fehldeutung von Rauchschwaden durch die Meldenden.
> Auslösung von Brandmeldeanlagen durch eindringenden Feuerwerkrauch.
Zur Unterstützung der Berufsfeuerwehr waren die Löschzüge Werderau, Gartenstadt und Eibach sowie die FF Katzwang eingesetzt.
> Ein schwieriger Einsatz fand in einem grossen Wohnkomplex in der Brehmstrasse statt. Dort kam es zu einem ausgedehnten Kellerbrand, der sich auf 6 Kellerabteile erstreckte. Mit mehreren Stosstrupps wurde der Brand bekämpft, sowie Treppenraum und Wohnungen kontrolliert, da sich einige Bewohner über Notruf in der ILS meldeten und berichteten, dass sie im Gebäude eingeschlossen wären. Dem Rettungsdienst wurden 7 Personen übergeben. Dieser war mit 2 Rettungswägen, einem Notarzt und einen Krankentransportwagen vor Ort. Die Belüftung des Kellers zwecks Entrauchung gestaltete sich aufwendig. Der Einsatz zog sich bis in die frühen Morgenstunden hin.

Parallel zu den o.g. Silvestereinsätzen lief auch das alltägliche Dienstgeschäft weiter, dessen Spannweite von der Erkundung und Abdeckung eines ungesicherten 5m-tiefen Schachts bis hin zu Wasserschäden in mehreren Wohnungen reicht.

Um 02:40 Uhr wurden Einsatzkräfte der Feuerwache 5 und 4 zu einem Zimmerbrand in Langwasser gerufen. Ein Brand auf einem Balkon war in ein Raum des "betreuten Wohnens" eingedrungen. Ein zufällig vorbeilaufender Passant ergriff die Initiative und rettete eine ältere Person aus der Wohnung, im Anschluss leitete er mit zusammengesammelten Feuerlöschern bis zum Eintreffen der Feuerwehr eine Brandbekämpfung ein. Diesem nicht alltäglichen Verhalten gebührt Respekt und Anerkennung.

Die Kräfte des Rettungsdienstes rückten in Nürnberg zu 221 Einsätzen aus, meist wegen stark alkoholisierter Personen, gestürzter Patienten oder brandverletzter Menschen.

Die Integrierte Leitstelle der Feuerwehr Nürnberg disponierte in diesem Zeitraum darüber hinaus insgesamt 204 Einsätze in den Städten Fürth und Erlangen sowie in den Landkreisen Nürnberger Land, Fürth und Erlangen-Höchstadt. 163-mal mussten dort die Rettungsdienste und 41-mal die Feuerwehren helfen.

Und nur am Rande notiert: Ganz unspektakulär nahmen einige dienstfreie aktive Feuerwehrleute in den Vormittagsstunden des 31.12.2018 am Sportevent "Nürnberger Silvesterlauf" vor der Feuerwache 2 am Wöhrder See teil und stellten ihre Leistungsfähigkeit beim Langstreckenlauf unter Beweis - sie starten topfit ins neue Jahr!

Bericht online seit: 01.01.2019 16:44 (Tommy Rost, Redaktion)
Quelle: Berufsfeuerwehr Nürnberg