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unser neues Löschgruppenfahrzeug ist in Nürnberg eingetroffen

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03.06.2020 - (tr)

unser neues Löschgruppenfahrzeug ist in Nürnberg eingetroffen

Bild
Bild LF-KatS
Copyright © Freiw. Feuerwehr Nürnberg-Löschzug Gartenstadt

Die Feuerwehr Gartenstadt ist seit 1970 im erweiterten Katastrophenschutz organisiert und hatte von 1969 bis zum Jahr 2014 bereits Löschgruppenfahrzeuge für den Katastrophenschutz im Einsatzdienst. Nachdem in der Nachwendezeit die Ausgaben des Bundes für den Katastrophenschutz zurückgefahren wurden und dadurch die Ersatzbeschaffung der Fahrzeuge aufgeschoben wurde, nutzen wir zwischenzeitlich ein Tanklöschfahrzeug aus ehemaligen Beständen der Berufsfeuerwehr.

Schon seit einigen Jahren wurde immer wieder die Zuweisung eines Löschgruppenfahrzeuges (LF-KatS) aus den Beständen des Bundes für unseren Löschzug angekündigt. In diesem Jahr erfüllt sich nun unsere Hoffnung und wir können nun endlich das neues Löschgruppenfahrzeug in Kürze im Dienst einsetzen.

Ursprünglich war die Übergabe im Bestückungslager des Bundesamtes für Bevölkerungs- und Katastrophenschutz bereits für Mitte April vorgesehen. Durch die Corona-Situation musste dies jedoch verschoben werden. Am 3. Juni 2020 konnte das neue Fahrzeug dann in Empfang genommen werden. Unser Chef-Gerätewart Werner Schwankhart holte gemeinsam mit zwei Kollegen der Berufsfeuerwehr unser Fahrzeug ab und überführte es sicher nach Nürnberg. Die Löschzugführung ließ es sich nicht nehmen bei Ankunft einen kurzen Blick auf das hochwertige Einsatzfahrzeug zu werfen.

Details zum LF-KatS:

Neben der traditionellen Katastrophenschutzfunktion, der Wasserförderung über lange Wegstrecken, ist das Fahrzeug auch für den alltäglichen Einsatz bei der zugewiesenen Freiwilligen Feuerwehr innerhalb der Gemeinde geeignet. Hierfür verfügt das Fahrzeug über einen beheizten 1000 Liter Wassertank und vier Atemschutzgeräten mit Masken und Hauben.

Das LF-KatS ist auf einem singlebereiften Mercedes-Benz-Allradfahrgestell aufgebaut und besitzt sieben Geräteräume. Der Aufbau wurde von der Fa. Rosenbauer Deutschland GmbH ausgeführt. Das Fahrzeug hat ein zulässiges Gesamtgewicht von 13.500 kg und wird von einem 6-Zylinder-Dieselmotor mit 272 PS angetrieben.

Zwei Feuerlöschkreiselpumpen, eine im Heck fest verbaute FPN 10-2000, und eine im Geräteraum G1 auf einer pneumatischen Absenkvorrichtung gelagerte Tragkraftspritze PFPN 10-1500, stellen das Kernstück zur Aufgabe bei der Wasserversorgung dar. Für diese Aufgabe werden darüber hinaus 30 Druckschläuche B, die insgesamt eine Länge von 600 m haben, mitgeführt.

Für die Löschwasserabgabe stehen umfangreiche Geräte zur Nutzung der Gruppe als taktische Einheit bereit. Hierzu zählen Hohlstrahlrohre, Schaumrohre sowie benötigte Schaummittelbehälter und Zumischer.

Für die einfache Technische Hilfeleistung sind eine Motorsäge mit der zugehörigen Schutzausrüstung zur Beseitigung von Sturmschäden, eine Tauchmotorpumpe zum Auspumpen von Kellern nach Unwettern, ein multifunktionales Hebel-/Brechwerkzeug und verschiedene Handwerkzeuge vorhanden. Zur Beleuchtung können mit dem Stromerzeuger, dem manuell ausklappbaren LED-Lichtmast auf dem Dach und zwei 1000 W Flutlichtstrahlern inklusive Stativ verwendet werden.

Zur Ausstattung der Ersten Hilfe gehört eine Krankentrage, ein Tragetuch, eine Krankenhausdecke und ein Verbandskasten. Als Rettungsgerät ist eine 4-teilige Steckleiter auf dem Fahrzeugdach verlastet.

In den kommenden Wochen wird unser neuer "Stern" bei der Berufsfeuerwehr noch für den Einsatzdienst vorbereitet. Dies bedeutet, dass mitgelieferte Geräte technisch geprüft und inventarisiert werden. Ebenso können weitere Ausrüstungsgegenstände ergänzt und Beschriftungen angebracht werden.

Im Anschluss werden die Kameraden mit dem Löschgruppenfahrzeug Übungen absolvieren, um die Bedienung der technischen Einrichtungen kennenzulernen und für den Einsatzfall das Wissen zum Aufbau der Beladung zu festigen. Zudem werden die Maschinisten jeweils eine Einweisungsfahrt erhalten.

Bericht online seit: 03.06.2020 21:14 (Tommy Rost, Redaktion)
Quelle: Tommy Rost, Redaktion